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SUMMARY:Maryam Aras: Dinosaurierkind
DESCRIPTION:Buchpremiere\nGesprächspartnerin: Fatma Aydemir\nLyrische Intervention: Tanasgol Sabbagh \nWährend eines Filmabends entdeckt Maryam Aras ihren Vater auf der Kinoleinwand. Bei einer Protestveranstaltung gegen den Schahbesuch 1967 in Berlin sitzt er zwischen anderen Studierenden auf dem Boden. Für sie ist es der Beginn einer Spurensuche – nach ihrer Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln\, der Gewissheit\, dass ihr Vater nicht nach Iran reisen kann\, der Geschichte seiner und ihrer Politisierung. In ihrem literarischen Essay »Dinosaurierkind« (claassen\, 2025) schreibt Maryam Aras die politische Biographie ihres Vaters\, zieht Erzähllinien zwischen dem Staatsstreich 1953 in Iran\, einer transnationalen 1968er-Bewegung\, dem Kölner Arbeiterviertel Mülheim und einer Familiengeschichte\, in der der Luxus\, unpolitisch durchs Leben zu gehen\, nie existiert hat. \nVor der Lesung performt Tanasgol Sabbagh ihr Gedicht »Der besonders zarte und milde Geschmack der Zunge«.
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SUMMARY:Oh Sunny\, Ich ertrinke in einem fliehenden See\, Anschlussfehler
DESCRIPTION:Ta-Som Helena Yun\, Anna Melikova und Florentin Schumacher \nLesung und Gespräch\nGesprächspartner: Thorsten Dönges \nProtagonist∙innen im Konflikt mit ihrer Umgebung: In »Oh Sunny« (Leykam\, 2025) von Ta-Som Helena Yun geht es um eine junge Frau\, die den Erwartungen ihrer Familie nicht mehr gerecht werden möchte. Anna Melikova schreibt in »Ich ertrinke in einem fliehenden See« (Matthes & Seitz Berlin\, 2025) über eine komplizierte Liebesgeschichte und eine Vater-Tochter-Beziehung im Kontext des russischen Imperialismus. Und in Florentin Schumachers Roman »Anschlussfehler« (Voland & Quist\, 2025) muss ein junger Mann mit dem Verlust seines Vaters umgehen und gleichzeitig seinen eigenen Weg finden. \nDie drei Autor∙innen nahmen 2022 an der Prosawerkstatt im LCB teil\, heute stellen sie am Wannsee ihre Debütromane vor.
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SUMMARY:Mircea Cărtărescu: Theodoros
DESCRIPTION:Lesung und Gespräch \nMit seinem Übersetzer Ernest Wichner\nVeranstaltung in rumänischer und deutscher Sprache \n„Ihr habt die beiden Amerika unterworfen\, habt China in einen dichten Opiumrauch versenkt\, der es bis auf das Knochenmark zerfrisst. Selbst die Fische des Meeres fliehen eure Schiffe\, da sie sehen\, dass nicht geblähte Segel\, sondern Öl und schwarzer Rauch sie mittels deutscher Zaubereien auf dem Wasser antreiben. Nun ist die Mutter der Menschheit an der Reihe\, entehrt und ausgeplündert zu werden mein schwarzes und tätowiertes Afrika […]“\, so spricht Kaiser Theodoros II von Äthiopien kurz vor seinem Suizid (Ostern 1868)\, belagert von der britischen Kolonialarmee – im neuen Roman »Theodoros« (Zsolnay\, 2025) des rumänischen Autors Mircea Cărtărescu. \nAn diesem Abend ist der Autor im Gespräch mit seinem Übersetzer Ernest Wichner\, der „dieses überbordende Meisterwerk fulminant ins Deutsche übertragen“ hat (Thomas Hummitzsch). \nMit Unterstützung des rumänischen Kulturinstituts Berlin.
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SUMMARY:Colm Tóibín: Vinegar Hill
DESCRIPTION:Lesung und Gespräch\nMit den Übersetzern seiner Lyrik Michael Krüger und Volker Schlöndorff\nVeranstaltung in englischer und deutscher Sprache\n \nDer erste Gedichtband des gefeierten irischen Romanautors. – Colm Tóibíns feines poetisches Gespür zeigt sich auch in seiner Lyrik. Er blickt zurück auf seine Kindheit im irischen Enniscorthy\, durchstreift die Straßen von Dublin und Barcelona\, überquert venezianische Brücken und besucht das Weiße Haus. Und er widmet sich Themen wie Sterblichkeit\, Religion und queerer Liebe. Die in »Vinegar Hill« (Edition Lyrik Kabinett\, Hanser\, 2025) versammelten Gedichte sind nun erstmals in der Übersetzung von Michael Krüger und Volker Schlöndorff zu lesen. \nMit Unterstützung der irischen Botschaft in Deutschland.
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SUMMARY:Jonas Lüscher: »Verzauberte Vorbestimmung«
DESCRIPTION:Gesprächspartner: Jan Brandt\n„Die Arbeit an dem Buch wurde von meiner schweren Coronaerkrankung unterbrochen\, ich lag für sieben Wochen an diverse Maschinen angeschlossen im Koma. Es wäre intellektuell nicht redlich\, danach ein Buch über Mensch-Technik-Beziehungen zu schreiben\, ohne zuzugeben\, dass man sein Überleben nur der Technik zu verdanken hat\, und ohne darüber nachzudenken\, was es mit einem macht\, wenn man einige Zeit als Cyborg gelebt hat. So bin ich in den Roman hineingeraten\, und weil ich schon mal drin war\, habe ich die Gelegenheit ergriffen\, schreibend auch über ein paar andere Aspekte meines Lebens nachzudenken.“ \nDer Schweizer Jonas Lüscher über seinen Roman »Verzauberte Vorbestimmung« (Hanser\, 2025)\, Gesprächspartner ist der Berliner Autor Jan Brandt.
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SUMMARY:Preis der Leipziger Buchmesse 2025: Sachbuch/Essayistik
DESCRIPTION:Die Nominierten in Lesung und Gespräch\nModeration: Maike Albath und Christian Rabhansl \nDas Besondere am Preis der Leipziger Buchmesse ist\, dass er in drei Kategorien vergeben wird; neben Übersetzer∙innen werden nicht nur Belletristik-\, sondern auch Sachbuch-Autor∙innen ausgezeichnet. Die Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert fünf herausragende Sachbücher; am 6. März 2025 wird die Shortlist bekanntgegeben. Welche fünf Autor·innen im Finale der renommierten Auszeichnung stehen und an diesem Abend zu uns ins LCB kommen\, um mit Maike Albath und Christian Rabhansl (Deutschlandfunk Kultur) über ihre Bücher und Themen zu sprechen\, erfahren Sie dann. \nIn Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse und Deutschlandfunk Kultur.\nSendetermin: 22. März 2025\, 11.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur.
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SUMMARY:Preis der Leipziger Buchmesse 2025: Belletristik
DESCRIPTION:Die Nominierten in Lesung und Gespräch\nModeration: Jörg Plath und Carsten Tesch \nJedes Frühjahr schauen Leser∙innen mit Spannung der Bekanntgabe der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse entgegen. Welche Autor∙innen an diesem Abend auf unserer Bühne Platz nehmen und sich mit Jörg Plath (Deutschlandfunk Kultur) und Carsten Tesch (MDR) über ihre Romane\, Erzählungen\, Kurzprosa oder Gedichte unterhalten werden\, erfahren Sie ab am 6. März 2025. Am 27. März 2025 wird dann um 16 Uhr in der Glashalle auf dem Leipziger Messegelände in den drei Sparten Belletristik\, Sachbuch und Übersetzung der Preis der Leipziger Buchmesse 2025 vergeben. \nIn Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse\, Deutschlandfunk Kultur und dem MDR.\nSendetermine: 23. März 2025\, 22.03 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur\n25. März 2025\, 20 Uhr\, MDR. Danach in der ARD-Mediathek verfügbar.
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SUMMARY:Preis der Leipziger Buchmesse 2025: Übersetzung
DESCRIPTION:Die Nominierten in Lesung und Gespräch\nModeration: Jörg Plath und Dorothea Westphal \nAm 27. März 2025 um 16 Uhr wird in der Glashalle auf dem Leipziger Messegelände in drei Sparten – Belletristik\, Sachbuch und Übersetzung – der Preis der Leipziger Buchmesse 2025 vergeben. Wir schauen zunächst mit Spannung auf den 6. März 2025\, denn dann wird bekanntgegeben\, welche Titel die Jury unter Vorsitz von Katrin Schumacher auf die Shortlist gewählt hat. Die Nominierten aller Kategorien werden ins LCB eingeladen\, um sich dem Berliner Publikum zu präsentieren. An diesem Abend gibt es die Gelegenheit\, sie im LCB zu erleben; Jörg Plath und Dorothea Westphal von Deutschlandfunk Kultur stellen die Kandidat·innen und ihre Bücher vor. \nIn Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse und Deutschlandfunk Kultur.\nSendetermin: 16. März 2025\, 22.03 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur.
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SUMMARY:Studio LCB: Feridun Zaimoglu
DESCRIPTION:Sohn ohne Vater\nGesprächspartner∙innen: Marianna Liederund Ulrich Gutmair\nModeration: Tobias Lehmkuhl \nFeridun Zaimoglu ist ein Autor\, der sich mit jedem Werk neu erfindet und stets mit neuen Themen überrascht. Auch mit seinem aktuellen Buch »Sohn ohne Vater« (Kiepenheuer & Witsch\, 2025) bricht er in unbekanntes Terrain auf: Mit Freunden fährt der Erzähler im Wohnwagen von Kiel über Linz und Szeged bis Edirne\, um dort den Vater zu bestatten. Eine Fahrt durch das Europa der Gegenwart und eine Reise zugleich durch Erinnerungen an einen Mann\, der als Akkordarbeiter geschuftet und mit seinen gefärbten Koteletten noch im Alter für Aufsehen gesorgt hat. Ein Buch des Abschieds und der Ankunft. Über »Sohn ohne Vater« und sein bisheriges Schaffen sprechen mit Feridun Zaimoglu die Kritikerin Marianna Lieder und der Autor Ulrich Gutmair\, moderiert von Tobias Lehmkuhl. \nIn Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. \nSendetermine:\n29. März 2025\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\n30. März 2025\, 0.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur
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SUMMARY:Das Werk: Alban Nikolai Herbst
DESCRIPTION:Lesungen und Gespräche mit Elvira M. Gross\nAlban Nikolai Herbst prägt seit Jahrzehnten die deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Als Erfinder des Kybernetischen Realismus\, als Lyriker\, Hörspielautor – mit zahlreichen eigenwilligen Romanen wie jenen der »Anderswelt«-Trilogie\, »Meere« oder »Traumschiff«. Eine beispiellose Unternehmung stellt überdies der langjährige literarische Blog »Die Dschungel. Anderswelt« dar. Nun lädt die LCB-Reihe ›Das Werk‹ Alban Nikolai Herbst zu einem spielerischen Gang durch die eigene Literatur ein. \nGemeinsam mit Elvira M. Gross\, Publizistin\, Lektorin und Übersetzerin in Wien\, greift der Autor stichprobenhaft ins Bücherregal\, in dem seit kurzem auch der Roman »Briefe nach Triest« (Arco\, 2024) steht: „Eine Liebesgeschichte“\, so die Autorin Ricarda Junge\, „die sich so niemals hätte ereignen dürfen\, denn sie hält sich nicht an Regeln\, sprengt Konventionen\, bringt nicht nur die Liebenden in Bedrängnis\, sondern auch jene\, die ihnen nahestehen\, ja\, sogar uns\, die wir davon lesen.“
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SUMMARY:Nach allen Regeln der Kunst
DESCRIPTION:Lesung: Hanns-Josef Ortheil\nGesprächspartner: Christian Schärf \nÜber dreißig Jahre lang hat er mit großer Emphase gelehrt\, was lange Zeit als nicht lehrbar erschien: Literarisches Schreiben. Hanns-Josef Ortheil\, Schriftsteller und Professor an der Universität Hildesheim\, entwirft in »Nach allen Regeln der Kunst« (Insel\, 2024) ein Panorama seiner unkonventionellen und gegenwartsbezogenen Lehre. Vom berüchtigten weißen Blatt ausgehend\, lädt er anhand von inspirierenden Schreibaufgaben zu einer weiten Reise durch die Ländereien des Erzählens ein. Andere Künste wie Musik\, Malerei\, Fotografie oder Film sind dabei immer Teil des literarischen Entwerfens und Planens. \nMit ihm ins Gespräch kommt der Literaturwissenschaftler und Autor Christian Schärf\, ebenfalls Professor am Institut für literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft in Hildesheim.
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SUMMARY:Studio LCB: Franzobel
DESCRIPTION:Hundert Wörter für Schnee\nGesprächspartner∙innen: Adam Soboczynski\, Michaela Schäuble\nModeration: Katharina Teutsch \n1897 bringt der US-amerikanische Abenteurer Robert Peary sechs Inughuit aus Grönland nach New York\, wo man das vermeintlich primitive Volk untersuchen und ausstellen wollte. Vier der Verschleppten sterben\, einer wird nach Grönland zurückgebracht – nur der neunjährige Minik bleibt. Mit seinem neuen Roman »Hundert Wörter für Schnee« (Zsolnay\, 2025) zeigt Franzobel die Übergänge zwischen Kolonial- und Wissenschaftsgeschichte\, aber er würdigt auch die Kultur eines Volkes\, das in einer unwirtlichen Gegend zu überleben gelernt hat. Wie auch in anderen Romanen von Franzobel spielt das Parodistische eine große Rolle. Unter anderem darüber sprechen mit dem Autor der Literaturchef der ZEIT\, Adam Soboczynski\, und die Ethnologin Michaela Schäuble. \nIn Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. \nSendetermine:\n22. Februar 2025\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\n23. Februar 2025\, 0.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur
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SUMMARY:Hausgäste im Februar 2025
DESCRIPTION:Zoé Besmond de Senneville\, András Gerevich\, Luca Kieser und Anush Kocharyan in Lesung und Gespräch\n\n\n\n\n\n\n\nIm Geflecht verschiedener Künste bewegen sich die im Februar 2025 im LCB residierenden Gastautor·innen: das Schreiben in Verbindung mit Bildender Kunst und Performance bei der Französin Zoé Besmond de Senneville\, mit Filmkunst bei dem Ungarn András Gerevich\, mit Musik und Theater bei der armenischen Autorin Anush Kocharyan\, Prosa und Lyrik bei Luca Kieser. An diesem Abend stellen wir sie vor. \nZoé Besmond de Senneville\, 1987 geboren\, ist Autorin\, Künstlerin und Performerin. 2021 veröffentlichte sie das »Journal de mes oreilles« (Flammarion)\, einen Bericht über ihren Hörverlust\, den sie im Erwachsenenalter erlitten hat. Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Roman. \nAndrás Gerevich\, 1976 geboren\, ist Autor\, Übersetzer und Dozent an der Fakultät für Filmkunst der Budapest Metropolitan University. Sein Rechercheprojekt zur queeren Literaturszene Berlins wird gefördert durch das EU-Programm Culture Moves Europe. \nAnush Kocharyan ist eine Schriftstellerin\, Kulturjournalistin und Kunstmanagerin aus Armenien. Ihr Theaterstück »Faustatopia« wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2022 erschien ihr erster Gedichtband\, derzeit arbeitet sie an einem Roman. \nLuca Kieser wurde 1992 in Tübingen geboren. Er studierte Philosophie sowie Sprachkunst in Heidelberg\, Leipzig und Wien. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Wortmeldungen Förderpreis\, dem Lyrik-Lichtungen-Stipendium und dem FM4 Wortlaut. Sein Debütroman »Weil da war etwas im Wasser« (Picus\, 2023) war für den Deutschen Buchpreis 2023 nominiert. Zuletzt erschien im Herbst 2024 sein zweiter Roman »Pink Elephant« (Blessing).
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SUMMARY:Sigmund Freud\, Rainer Maria Rilke. Der Briefwechsel
DESCRIPTION:Fundsache Original\nUlrich von Bülow und Matthias Weichelt\nLesung und Gespräch \n„Aber das Ärgste ist der Schutt über dem Gemüth\, mit jedem Tag mehr und mehr\, öfters war ich daran\, mir durch eine Aussprache mit Ihnen aus der Verschüttung zu helfen.“ \nDas schreibt Rainer Maria Rilke am 17. Februar 1916 an Sigmund Freud. Seine Einberufung zum Kriegsdienst ist für ihn so beängstigend\, dass nur noch ein Gespräch mit dem Analytiker ein Ausweg zu sein scheint. Der in Sinn und Form 1/2025 erstmals veröffentlichte Briefwechsel zwischen beiden ist kurz\, aber hochinteressant. Als sie sich 1916 in Wien schreiben\, geht es um den Krieg als „Ungeheuer“ und Rilkes Vorsatz\, seine seelischen Erschütterungen „allein durchzumachen“. \nDer Herausgeber Ulrich von Bülow wird auch ausführlich über den Nachlass sprechen\, den das Literaturarchiv Marbach von Rilkes Familie erworben hat und in dem Freuds Briefe sich gefunden haben.
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SUMMARY:Berlin Revisited. ZeitSprünge 1972–1987 / 2021–2023
DESCRIPTION:Ausstellung vom 10. Februar bis 21. Mai 2025 im LCB\nAusstellungseröffnung\nRenate von Mangoldt im Gespräch mit Brigitte Oleschinski\nMit anschließendem Empfang \nRenate von Mangoldts Schwarzweißfotografien aus dem West-Berlin der 1970er und 1980er Jahre stehen Farbfotografien von 2021 bis 2023 in der wiedervereinigten Stadt gegenüber. Zur Eröffnung der Ausstellung »Berlin Revisited. ZeitSprünge 1972–1987 / 2021–2023«\, die im Sommer 2024 schon im Museum für Fotografie zu sehen war\, spricht die Dichterin und Politologin Brigitte Oleschinski mit Renate von Mangoldt. \nFür das gleichnamige\, 2025 im Steidl Verlag erscheinende Fotobuch verfasste Brigitte Oleschinski einen Essay – „Ausgerechnet unter dem Schock der Pandemie fängt Renate von Mangoldt wieder an\, im heutigen Berlin zu fotografieren. Erst zufällig\, dann immer gezielter entstehen die Farbbilder\, die jetzt durch den Einwegspiegel rückwärts blicken und die verblüffenden Entsprechungen in ihren surrealen Echos aufspüren.“
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SUMMARY:es mag befremden
DESCRIPTION:Abschlussveranstaltung zur August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur mit Thomas Weiler und Studierenden der Freien Universität Berlin \nSeit Oktober 2024 haben Thomas Weiler und eine Gruppe Studierender sich wöchentlich verschiedene Übersetzungspoetiken zur Brust genommen\, Stilübungen im Geiste Raymond Queneaus praktiziert\, Übersetzungsmetaphern unter die Lupe genommen\, allein und in Gruppen übersetzt. Immer wieder tat sich dabei das Spannungsfeld zwischen eigen/vertraut und fremd/anders auf. In der Abschlussveranstaltung soll die explizite Fremdheit im Mittelpunkt stehen: Ausgangstexte\, die ihrerseits mit zusätzlichen Fremdsprachen arbeiten. Was solche Texte übersetzerisch hergeben\, soll gemeinsam mit dem Publikum untersucht und diskutiert werden.
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SUMMARY:Bye Bye Lolita\, Was du kriegen kannst
DESCRIPTION:Lea Ruckpaul und Clemens Böckmann in Lesung und Gespräch\nGesprächspartner: Thorsten Dönges \nZwei aufwühlende Frauenfiguren stehen im Zentrum dieses Abends. Lea Ruckpaul hat mit »Bye Bye Lolita« (Voland & Quist\, 2024) einen Roman über ein großes Missverständnis der Literaturgeschichte geschrieben. Dolores Haze\, die Lolita aus Vladimir Nabokovs Roman\, blickt mit Ende dreißig zurück auf ihr beschädigtes Leben. Und Clemens Böckmann macht in seinem mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung ausgezeichneten Roman »Was du kriegen kannst« (Hanser\, 2024) Unsichtbares erkennbar\, wenn er von Uta erzählt\, die vierzig Jahre als Sex-Arbeiterin tätig und in ihrer Zusammenarbeit mit der Stasi Täterin und Opfer zugleich war.
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SUMMARY:Von Schuld und Mitläufertum
DESCRIPTION:Nora Bossong\, Elisabeth Bronfen\nLiteratur und Wissenschaft im LCB\nModeration: Dorothea Westphal \nWie wurde aus Magda Quandt die Vorzeigemutter des Dritten Reichs Magda Goebbels? Aus der Perspektive eines fiktiven Liebhabers erzählt Nora Bossongs neuer Roman »Reichskanzlerplatz« (Suhrkamp) von Schuld und Mitläufertum im Dritten Reich. Wie nähert man sich der fanatischen Nationalsozialistin Magda Goebbels literarisch? Nora Bossongs Figur des Hans Kesselbach gibt der Autorin die nötige fiktionale Freiheit\, sich mit der Frau\, „die Magda Goebbels wurde“\, zu befassen. Was erzählt deren Werdegang über die Zeit von der frühen Weimarer Republik bis zum Jahr 1944? Lässt sich das Auseinanderbrechen einer instabilen Demokratie als symptomatisch lesen für die heutige Zeit? Und auf welche Weise reicht diese Vergangenheit in unsere Gegenwart? Die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen befasst sich mit der Komplexität und Widersprüchlichkeit historischer Phänomene und hat mit »Händler der Geheimnisse« (Limmat\, 2023) selbst einen Roman über mögliche Auswirkungen der NS-Zeit vorgelegt. \nDie Veranstaltungsreihe ›Literatur und Wissenschaft im LCB‹ findet statt in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur. \nSendetermine Deutschlandfunk Kultur:\n7. Februar 2025\, 19.30 Uhr\n9. Februar 2025\, 22.03 Uhr
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SUMMARY:Auf Wiedervorlage: Stéphane Mallarmé
DESCRIPTION:Cornelia Ortlieb im Gespräch mit Maren Jäger \nCornelia Ortlieb\, Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin\, stellt Stéphane Mallarmés (1842–1898) weniger bekannte Gedichte zu Anlässen und Gelegenheiten aller Art vor\, die als Ergebnis einer gemeinschaftlichen Arbeit von sechs Übersetzerinnen in der zweisprachigen Ausgabe »Vers de circonstance · Verse unter Umständen« (Sandstein\, 2023) erstmals komplett in deutscher Übertragung zu lesen sind. Die 482 meist vierzeiligen Versgedichte sind allesamt adressiert und teils auf ungewöhnliche Materialien und Dinge geschrieben\, unter anderem auf Briefumschläge\, gefaltete Papierfächer\, Fotographien\, Ostereier\, Calvadoskrüge und flache Kieselsteine. Diese je einzigartigen poetischen Artefakte sind so zugleich auch seriell hergestellt und weisen auf die Avantgarden des 20. Jahrhunderts voraus; in den vielfältigen Variationen scherzhaft-galanter Komplimente und ironischer Anspielungen findet sich eine Fülle sprachlicher Bilder und klanglicher Bezüge. Die vorgeblich mit leichter Hand nebenbei verfassten Verse verbinden so auch höchste Abstraktion und dinglich Konkretes mit Esprit und Witz\, und sie geben neue Einblicke in die geselligen Praktiken der Pariser Kunstszene des späten 19. Jahrhunderts.
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SUMMARY:Ursula Krechel: »Sehr geehrte Frau Ministerin«
DESCRIPTION:Buchpremiere\nIm Gespräch mit Anna Hetzer \nZwischen der römischen Antike\, einem verlorenen kleinen Kräuterimperium und einem Berliner Ministerium siedelt Ursula Krechel ihren neuen Roman »Sehr geehrte Frau Ministerin« (Klett-Cotta) an. Es ist ein Roman über Gewalt\, über unheilvolle Beziehungen zwischen Müttern und Söhnen\, auch über das Urheberrecht. Ursula Krechels Werk ist in vielen Genres zuhause. Zuletzt erschienen 2021 ihr Lyrikband »Beileibe und zumute«\, 2022 die Erzählung »Der Übergriff« und ihre Essaysammlung »Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen« (alle bei Jung und Jung). Für »Landgericht« (Jung und Jung)\, den mittleren Teil ihrer Romantrilogie zur Deutschen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte\, wurde Ursula Krechel 2012 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. \nIm Gespräch mit der Lyrikerin Anna Hetzer (zuletzt: »Pandoras Playbox«\, Verlagshaus Berlin\, 2022) stellt sie im LCB ihren neuen Roman zum ersten Mal dem Publikum vor. Am Wannsee kennt sich Ursula Krechel bestens aus: Von 1999 bis 2001 und von 2009 bis 2011 leitete sie die Autor∙innenwerkstatt Prosa.
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SUMMARY:Curzio Malaparte: Die Haut
DESCRIPTION:Studio LCB: Frank Heibert\nGesprächspartner∙innen: Karin Krieger und Albrecht Buschmann\nModeration: Maike Albath \nEs war ein Skandalerfolg\, versetzte ganz Italien in Aufregung und kam sofort auf den Index: »Die Haut« von Curzio Malaparte\, im Original 1949 erschienen\, kurz darauf international beachtet. Im Mittelpunkt steht die geschundene Stadt Neapel unter amerikanischer Besatzung. Malaparte\, 1898 als Kurt Erich Suckert in der Toskana geboren\, als Zeitungsreporter in ganz Europa unterwegs und 1943 tatsächlich Verbindungsoffizier in Neapel\, entwirft ein Kriegspanorama von ungeheurer Wucht. Mal realistisch\, mal grotesk\, mal phantastisch überhöht\, erzählt er von leutseligen amerikanischen Soldaten\, hungernden Familien\, die ihre halbwüchsigen Töchter zur Prostitution freigeben\, Sterbenden an der Front\, dekadenten Aristokraten und dem Ausbruch des Vesuv. Jetzt liegt »Die Haut« in einer neuen Übertragung des vielfach preisgekrönten Übersetzers Frank Heibert vor (Rowohlt\, 2024). Wie vermittelt sich das Grauen auf sprachlicher Ebene und worin besteht die Qualität dieses Romans? \nDarüber wird Frank Heibert mit der Übersetzerin Karin Krieger\, als deutsche Stimme von Elena Ferrante bestens mit Neapel vertraut\, und Albrecht Buschmann\, Professor für romanische Literaturwissenschaft an der Universität Rostock\, diskutieren. \nZur Einstimmung kann man in der Reihe TOLEDO TALKS des Deutschen Übersetzerfonds lesen\, vor welche Herausforderungen Frank Heibert sich bei der Neuübersetzung gestellt sah: ›Wenn etwas berührt und Angst macht‹. \nSendetermine:\n25. Januar 2025\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\n26. Januar 2025\, 0.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur
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SUMMARY:Literaturstadt Berlin #6
DESCRIPTION:Literaturstadt Berlin international\nPodiumsdiskussion mit Joe Chialo\, Silvia Fehrmann\, Jayrôme C. Robinet und Katharina Schultens\nModeration: Anne-Dore Krohn und Natascha Freundel\nLiterarische Intervention: Nadiia Telenchuk \nHinweis: Die Veranstaltung wurde vom 24. auf den 21. Januar verlegt.\n \nWas macht Berlin für Autor·innen aus der ganzen Welt so attraktiv? Die deutsche Hauptstadt gilt weltweit als Hotspot der Gegenwartsliteratur\, internationale Netzwerke spielen für die Stadt als Kulturstandort eine große Rolle. Die Freie Szene\, die institutionell geförderten Einrichtungen\, Festivals sowie Stipendienprogramme leisten ihren Beitrag zur internationalen Vernetzung der Autor·innen. Literarische Übersetzer·innen finden sich in neuen Rollen wieder: als aktive Mittler·innen zwischen den Literaturszenen\, Agent·innen und Juror·innen. Wie nachhaltig sind die Berliner Strukturen für Literaturschaffende? Welche Chancen und Gefahren birgt die aktuelle Kulturpolitik für das literarische Leben der Hauptstadt? Und wie kann sich\, wie wird sich die Literaturstadt Berlin in Zukunft entwickeln? Darüber diskutieren: Kultursenator Joe Chialo\, die Leiterin des DAAD-Künstlerprogramms Silvia Fehrmann\, der Autor Jayrôme C. Robinet und die Leiterin des Hauses für Poesie und des Poesiefestivals Katharina Schultens. \nEine Veranstaltung der Berliner Literaturkonferenz in Kooperation mit radio3 vom rbb. Das Gespräch wird aufgezeichnet und auf radio3 gesendet. \nAnmeldung:\nhttps://literatur-berlin.tickettoaster.de/produkte/3603-tickets-literaturstadt-berlin-6-literarisches-colloquium-berlin-berlin-am-24-01-2025
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SUMMARY:Casino\, Casino
DESCRIPTION:Ein Neujahrsabend zwischen Glücksspiel und Literatur\nMit Enis Maci\, Ulrich Peltzer\, Pascal Richmann\, Cemile Sahin und Jana Vijayakumaran\nKuratiert von Felix Schiller \nLiteratur ist seit jeher dem Glücksspiel verfallen: Aus Zufall und Notwendigkeit\, aus Hoffen und Verzweifeln sind ganze Bücher gebaut – von Mallarmés Würfelwurftext »Un Coup de dés« über Dostojewskis »Der Spieler« bis in die Gegenwart hinein. Glücksspiel dient als Allegorie fürs Leben mit seinen unabsehbaren Begegnungen\, Erlebnissen und Momenten\, bietet Inspiration für Schreibverfahren oder Textordnungen. Und es stellt nicht zuletzt Fragen\, die alle betreffen: Was lässt sich planen und vorhersehen\, welche Chancen ergreifen wir\, welche Risiken wollen wir eingehen\, wie weit wagen wir uns ins Offene? \nZum neuen Jahr wird das Casinoformat des LCB für einen Abend deshalb zur Spielstätte: Ulrich Peltzer spricht über Slot Machines\, sozialen Aufstieg und Kasino-Kapitalismus und liest aus seinem Roman »Der Ernst des Lebens« (S. Fischer\, 2024). Cemile Sahin stellt ihren Roman »KOMMANDO AJAX« (Aufbau\, 2024) vor\, ein literarischer Heist-Movie zwischen den Niederlanden\, Deutschland und Kurdistan\, rasanter als Ocean’s Eleven.  Enis Maci und Pascal Richmann spüren in »Pando« (Suhrkamp\, 2024) unsichtbaren Verbindungen\, Vorahnungen und dem Glücksspiel des Abenteuers nach – auch in der Liebe. Und Jana Vijayakumaran führt in Lecture Performances durch die Geschichte der Literarischen Aleatorik und des automatischen Schreibens. \nParallel zu den Lesungen und Gesprächen kann bei Roulette und Black Jack um Sekt und Bücher gespielt werden.
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SUMMARY:Studio LCB: Monika Rinck
DESCRIPTION:»Höllenfahrt & Entenstaat«\nGesprächspartner∙innen: Marie Luise Knottund Anh-Linh Ngo\nModeration: Tobias Lehmkuhl \nMonika Rincks neuer Gedichtband »Höllenfahrt & Entenstaat« (kookbooks\, 2024) fühlt der Zeit den Puls\, und der Puls ist schwach\, müde ist das Menschengeschlecht: \n„Denn müde bist du. Fast noch am Leben.\nKnöcheltief im hellen Mehl auf Ebenen\nwirst du stehen\, lange warten\, dich biegen. \nAuf einem endlosen Parkdeck\, ruhend wie der Verkehr.“ \nVielfach ausgezeichnet\, ist Monika Rinck seit ihrem Debüt »Verzückte Distanzen« (zu Klampen\, 2004) eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Poesie. In ihrem ersten Band seit fünf Jahren legt Rinck nun eine poetische Analyse unserer mobilen und mentalen Gegenwart vor. Wenn sie dafür auch tief ins Straßenverkehrsrecht und den Katalog der Straßenbauprojekte der Bundesregierung eingetaucht ist: Ihr lyrischer Motor läuft mit alternativen Treibstoffen\, mit „Mayröckers Musikantrieb“ und „Keilriemen Haydn“. Über Monika Rincks poetische „Engpassbeseitigung“ diskutieren gemeinsam mit der Autorin die Essayistin und Übersetzerin Marie Luise Knott und der Architekturtheoretiker und Journalist Anh-Linh Ngo. Es moderiert Tobias Lehmkuhl. \nSendetermine:\n28. Dezember 2024\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\n29. Dezember 2024\, 0.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur
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DESCRIPTION:Christiane Frohmann\, Simoné Goldschmidt-Lechner und Ralph Tharayil im Gespräch mit Maha El Hissy\nVor Ort und im Livestream \nAnfang des Jahres 2024 ist die Literaturreihe ›Vorzeichen‹ als Kanonkritik ins Leben gerufen worden. ›Vorzeichen‹ legt den Fokus auf das Lesen als machtkritische Praxis und beleuchtet die Fragen wen und was\, vor allem aber: wie wir lesen. In Autor∙innen-Lesungen\, Vorträgen\, Interventionen und Performances sowie Buchbesprechungen auf Instagram hat Vorzeichen die Vielzahl an Texten\, Schreibformen\, Ästhetiken\, Diskursen und Topoi beleuchtet\, die jenseits hegemonialer Kanonisierungsprozesse entstehen. In der Musik markieren Vorzeichen zu Beginn oder auch innerhalb einer Musikkomposition\, etwa ein ♯ oder ein ♭\, eine Verschiebung innerhalb des Notensystems hin zu einer anderen\, neuen Tonart. In Analogie dazu gab das Ensemble von Texten und Stimmen Denkanstöße\, die die Vorstellung von einem einheitlichen\, geschlossenen Kanon\, der nach ästhetischer Richtschnur einige Werke zu Klassikern kürt und andere marginalisiert\, zerstören. \nDie Abschlussveranstaltung leitet die Autorin und Verlegerin Christiane Frohmann mit Überlegungen zum Schreiben aus marginalisierter Sicht und zur Arbeit des Literaturbetriebs gegen rechts ein. Daran anschließend finden Lesung und Gespräch mit den Autor∙innen Simoné Goldschmidt-Lechner und Ralph Tharayil über ihre Bücher »Ich kann dich noch sehen (an diesen Tagen)« (Matthes & Seitz Berlin\, 2024) und »Nimm die Alpen weg« (Voland & Quist\, 2023) statt. Tharayil erzählt in Bildern von einer Kindheit in der Schweiz\, von einem anonymen Geschwisterpaar\, von Ma und Pa\, von Küchen\, Kochschürzen und Telefonzellen\, den Gebirgen und der Schweiz. Goldschmidt-Lechners Buch ist die Geschichte von Rahel\, die eine Vergewaltigung zur Anzeige bringen muss. In einer Opfer-Hierarchie hat aber nicht jede Person Anspruch auf Hilfe\, während einige Täter „glaubwürdig“ erscheinen. Realität und Fiktion sind so miteinander verwoben\, dass erstere in letztere einbricht und beim Erzählen die literarische Form aufbricht. Simoné Goldschmidt-Lechner und Ralph Tharayil zeigen in ihrem Werk\, wie literarische Genres und Erzählformen nur politisch sein können. \nEs moderiert Maha El Hissy\, die die Veranstaltung kuratiert.
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SUMMARY:Martina Hefter: »Hey guten Morgen\, wie geht es dir?«
DESCRIPTION:Im Gespräch mit Thorsten Dönges \nVon der Einsamkeit der Nacht zwischen Leipzig und Nigeria und unserem Begehren in Zeiten des Internets handelt Martina Hefters neuer Roman »Hey guten Morgen\, wie geht es dir?« (Klett-Cotta)\, für den sie im Oktober mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Die Protagonistin Juno verbringt ihre schlaflosen Nächte im Zwiegespräch mit „love scammern“\, während im Nebenzimmer ihr kranker Mann Jupiter seinen Weg in den Schlaf sucht. Als Ablenkung von der Pflege ihres Mannes\, deren Routine langsam ihre Liebe zu verdrängen droht\, spielt Juno das Spiel der Liebesbetrüger mit – und findet im jungen Nigerianer Benu nicht nur einen aufmerksamen Gesprächspartner\, sondern auch jene Geborgenheit\, die sie in ihrem Alltag verloren hat. \n»Hey guten Morgen\, wie geht es dir« ist\, nach sechzehn Jahren ohne Prosa-Veröffentlichung\, Martina Hefters vierter Roman. Zuletzt erschien 2020 bei kookbooks ihr Gedichtband »In die Wälder gehen\, Holz für ein Bett klauen«.
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SUMMARY:Hafenrevue N° 7 - Die Berliner Literaturszene zu Gast am Wannsee
DESCRIPTION:Feier der Berliner Literaturszene mit 21 Literaturveranstaltern. Weitere Details: https://lcb.de/category/veranstaltungen/
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SUMMARY:Hausgäste im November (II) - Janine Adomeit\, Sophia Eisenhut und Tania Skarynkina
DESCRIPTION:Lesung und Gespräch mit den Hausgästen des LCB. Weitere Details: https://lcb.de/category/veranstaltungen/
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SUMMARY:KI - aber wie? Übersetzertag des Deutschen Übersetzerfonds
DESCRIPTION:Diskussion über künstliche Intelligenz im Übersetzen. Weitere Details: https://lcb.de/category/veranstaltungen/
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SUMMARY:Das Fest - Lucy Fricke im Gespräch mit Thorsten Dönges
DESCRIPTION:Lesung und Gespräch über den neuen Roman ‚Das Fest‘. Weitere Details: https://lcb.de/category/veranstaltungen/
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