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SUMMARY:silent reading @ LCB II Eine Einladung zum Lesen
DESCRIPTION:Nach unserem ersten silent reading-Event mit Kaminknistern und Leselampenlicht im Januar freuen wir uns nun darauf\, erneut zum gemeinsamen Lesen einzuladen. Dieses Mal stehen nicht nur unsere Räume\, sondern auch unser Garten allen offen\, die sich in entschleunigter Atmosphäre\, ohne Unterbrechung und außerhalb des städtischen Trubels am Wannsee ihren Büchern widmen möchten. \nOb auf der Terrasse\, der Wiese am Hang oder in der Rotunde am Seeufer – jede∙r liest für sich und ist doch in Gesellschaft. Die berüchtigte FOMO – fear of missing out – muss dabei trotz Mini-digital-detox niemand haben\, wir sind ja unter Gleichgesinnten. Dafür braucht es nicht einmal eine eigene Lektüre\, für unentschlossene\, spontane und neugierige Leser·innen halten wir Bücher zum Leihen bereit.
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SUMMARY:Food for Thoughts: das Hausgäste-Bankett III
DESCRIPTION:Mit Hengameh Yaghoobifarah\, Aidan Riebensahm\, Thea Mantwill\, Lena Winkel\, Júlia Kustos\, Miriam Unterthiner und Sandra de Vivies \nDie Autor∙innen\, die aktuell in den Atelierräumen des LCB arbeiten oder ein Stipendium für einen Aufenthalt bei uns wahrnehmen\, sind in verschiedenen Genres unterwegs: Von Theatertexten über Comics\, der Verbindung von Literatur mit bildender Kunst bis hin zu Essays\, Romanen und Lyrik ist alles dabei. \nHengameh Yaghoobifarah veröffentlichte zuletzt den Roman »Schwindel« (Blumenbar\, 2024) und gibt außerdem mit anderen das Delfi Magazin für neue Literatur heraus. Aidan Riebensahms wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten hinterfragen politische Macht und reflektieren den eigenen Blick im Framework intersektional feministischer Diskurse. Beide nutzen von Januar bis Juni 2026 einen der Arbeitsräume im Ateliergebäude des LCB. \nDiese fünf Autorinnen bewohnen als Stipendiatinnen unsere Gästezimmer: Thea Mantwill arbeitet multimedial; soeben ist ihr zweites Buch »Gescheiterte Sterne« im Korbinian Verlag erschienen. Comics sind Lena Winkels Forschungsgegenstand\, die mit dem Berthold Leibinger-Preis für ihren Theorie-Comic »Tiere richtig zeichnen« (transcript/Jaja\, 2025) ausgezeichnet wurde. Miriam Unterthiner aus Wien schreibt Theatertexte; sie erhielt dafür bereits zahlreiche Preise. Außerdem hören wir Gedichte von Júlia Kustos aus Ungarn und von Sandra de Vivies\, einer französisch-belgische Schriftstellerin\, warum für sie die Fotografie so eine große Rolle in ihrer Arbeit spielt. \nFühlen Sie sich also herzlich eingeladen\, beim Hausgäste-Bankett nicht nur das Essen\, sondern auch Fragen und Gedanken mit den Gästen zu teilen! \nFoto: Hausgäste. Ein Bankett © LCB
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SUMMARY:Studio LCB: Hans Pleschinski
DESCRIPTION:Bildnis eines Unsichtbaren\nGesprächspartner∙innen: Anja Kampmann und Jens Bisky\nModeration: Maike Albath \nEin deutscher Abiturient reist Mitte der 1970er Jahre nach Paris und nimmt in einer Jugendherberge Quartier. Als er am nächsten Morgen aufwacht\, sitzt ihm ein schöner junger Mann gegenüber\, und um den neugierigen Niedersachsen ist es geschehen. Gemeinsam mit Serge erobert der Ich-Erzähler Paris. Aber nicht Serge\, sondern der ältere Volker\, Galerist und eingeschworener Bohemien\, wird letztlich zu seinem Begleiter. In seinem Roman »Bildnis eines Unsichtbaren« (C.H.Beck\, 2026) schildert Hans Pleschinski die unbändige Lebenslust jener Jahre\, erzählt von einer großen Liebe und der Münchner Schwulenszene. Grundiert wird das spektakuläre Epochenbild\, das dem Autor 2002 den Durchbruch brachte und jetzt in einer Neuausgabe erscheint\, vom Beginn der Aids-Epidemie. \nAus Anlass seines 70. Geburtstags blicken wir im Studio LCB mit Jens Bisky und Anja Kampmann auf das breit gefächerte Werk von Hans Pleschinski zurück. \nIn Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. \nSendetermine:\n30. Mai 2026\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\n31. Mai 2026\, 0.05\, Deutschlandfunk Kultur \nFoto: Hans Pleschinski © Christoph Mukherjee
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SUMMARY:Schullesung mit Martin Schäuble
DESCRIPTION:Martin Schäuble liest aus »Heldentage« \nGeschlossene Veranstaltung mit Schulklassen \nMartin Schäuble ist für seine kritischen Jugendbücher bekannt\, die von der Presse hochgelobt und vielfach als Schullektüre eingesetzt werden. Am 22. Mai 2026 liest er um 10.30 Uhr aus seinem neuen Jugendroman »Heldentage« (Fischer Sauerländer\, 2025) im LCB – und drei Schulklassen sind dabei. \nDer Roadtrip ihres Lebens: drei Jugendliche fliehen aus der psychiatrischen Klinik\, um sich selbst zu suchen. Was sie finden? Echte Freundschaft und das große Abenteuer. Bewegender Jugendroman ab 12 Jahren. Nilo ist fünfzehn\, hängt am Handy und manchmal auch in der Luft. Als ein Streit mit seiner Mutter eskaliert\, landet er in der Psychiatrie. Dort trifft er Faris\, der ebenfalls mehr Zeit im Spiel als im echten Leben verbringt. Und Mayla – faszinierend\, unberechenbar und mit eigenen Dämonen. Als Mayla abhaut\, folgen die Jungs ihr – und finden sich im Abenteuer ihres Lebens wieder! \nFoto: Tobias Elsäßer
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SUMMARY:Ein Land an der Küste
DESCRIPTION:Ein tschechischer Abend mit den Hausgästen Alice Horácková\, Petr Šesták\, Miloš Doležal und Jakub Grec\nModeration: Maximilian Mengeringhaus \nUnter dem an Shakespeare angelehnten Motto ›Ein Land an der Küste‹ präsentiert sich Tschechien in diesem Jahr als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Wie schon im Juni und im August 2025 haben wir auch für Mai 2026 mit CzechLit mehrere LCB-Residenzstipendien für tschechische Autor·innen verabredet: Die Romanautorin Alice Horáčková wird zu Gast sein\, der Schriftsteller und Fotograf Petr Šesták sowie der Autor Miloš Doležal\, der mit dem Illustrator Jakub Grec im LCB an einem gemeinsamen Projekt arbeiten wird. \nEine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Mährischen Bibliothek in Brno im Rahmen des Projektes ›Czechia – der Gastlandauftritt Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026‹. \nFoto: Petr Sestak © privat
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SUMMARY:Komplikationen des Entliebens
DESCRIPTION:Susanne Schirdewahn und Armin Wühle in Lesung und Gespräch\nModeration: Thorsten Dönges \nWas macht es mit einem Menschen\, von einem Moment auf den nächsten verlassen zu werden? Zwei neue Bücher erzählen von Figuren\, die sich in dieser Situation befinden. \nIn Susanne Schirdewahns Roman »Karacho« (Voland & Quist\, 2026) ist es die Künstlerin Kira\, Mitte vierzig\, die mit ihrem Ehemann Vau und zwei jugendlichen Söhnen in Berlin lebt. Eines Tages verabschiedet sich Vau mit den Worten: Ich liebe dich nicht mehr. Kira muss sich entlieben\, und das ist kompliziert. \nArmin Wühle erzählt in »Mala Visión« (Albino\, 2026) von Rafa\, der sechs Jahre eine Beziehung mit Hannes geführt hat. Doch dann\, gerade als die beiden zusammenziehen wollen\, verschwindet Hannes von einem Tag auf den anderen. Bei Instagram tauchen Fotos von ihm in Mexiko auf; spontan reist Rafa hinterher\, um den Freund zur Rede zu stellen: Ein lebensgefährlicher Irrweg beginnt. \nIm Zentrum dieses Abends steht die Frage\, welche Wege sich öffnen\, wenn Liebe endet. Und das Nachdenken darüber\, wie sich die Beschreibung von Ausnahmezuständen in ein literarisches Kunstwerk verwandeln lässt. \nFoto: Susanne Schirdewahn © Nils Woitschach
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SUMMARY:Perfektion und Psyche
DESCRIPTION:Literatur und Wissenschaft im LCB\nMit Helene Bukowski und Wolfgang Lessing\nModeration: Miriam Zeh \nIn den Spezialschulen der DDR hatte Kindheit einen Stundenplan – und Begabung eine Zielvorgabe. Kaum ein System hat musikalisches Talent so früh und so konsequent an Leistung gebunden. In ihrem Roman »Wer möchte nicht im Leben bleiben« (Claassen\, 2026) zeigt Helene Bukowski\, welchen Preis die junge Pianistin Christina dafür zahlt. Sie besucht die Spezialschule für Musik in Ost-Berlin\, studiert am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau und nimmt sich kurz darauf\, mit 24 Jahren\, das Leben. \nWährend sich Bukowski hochempathisch\, selbstreflexiv und mit künstlerischen Mitteln einem Einzelschicksal nähert\, hat der Musikpädagoge Wolfgang Lessing (Hochschule für Musik Freiburg) den ›Erfahrungsraum Spezialschule‹ sozialwissenschaftlich rekonstruiert. Beide sprechen mit Miriam Zeh über einen Alltag aus Bewertung\, Vergleich und Wettbewerb\, über die Schönheit der Musik und Psyche unterm Perfektionsdiktat. \nDie Veranstaltungsreihe ›Literatur und Wissenschaft im LCB‹ findet statt in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur. \nSendetermine Deutschlandfunk Kultur:\n8. Mai 2026\, 19.30 Uhr und 10. Mai 2026\, 22.05 Uhr. \nFoto: Wolfgang Lessing © privat
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SUMMARY:Lena Gorelik: Alle unsere Mütter
DESCRIPTION:Die Gewinnerin des Preises der Literaturhäuser 2026 in Lesung und Gespräch\nGesprächspartnerin: Marion Brasch \nIm Gespräch mit der Autorenkollegin Marion Brasch stellt Lena Gorelik ihren gerade bei Rowohlt erschienenen Roman vor – »Alle meine Mütter«: „Ich lege sie aus wie Pflastersteine. Wir setzen unsere Schritte auf das\, was wir dank oder trotz unserer Mütter wurden.“ \nLena Gorelik erhält dieses Jahr den Preis der Literaturhäuser. Sie ist nicht nur Autorin mehrerer aufsehenerregender Romane (zuletzt 2021: »Wer wir sind«\, Rowohlt)\, sondern nutzt die Möglichkeiten der Literatur und des Veranstaltungsbetriebs\, um kritisch differenziert auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren. Als Mit-Herausgeberin von »Trotzdem sprechen« (Ullstein\, 2024) trat sie bei Veranstaltungen nach dem 7. Oktober 2023 dafür ein\, im Dialog zu bleiben. Die gemeinsam mit Carolin Emcke gestaltete Lese-Performance zu József Debreczenis »Kaltes Krematorium« (S. Fischer\, 2024\, Ü: Timea Tankó) trug dazu bei\, die Erinnerung an NS-Verbrechen wachzuhalten. \nIn Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Literaturhäuser.  \nFoto: Lena Gorelik © Thomas Dashuber
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SUMMARY:eat.READ.sleep. Podcast-Session
DESCRIPTION:Der Podcast\, der das Lesen feiert\nNDR Kultur Bücherpodcast im LCB \nLesung war gestern\, heute ist eat.READ.sleep. live! Die Podcast-Sessions des NDR Kultur Bücherpodcasts sind legendär und immer wieder überraschend. Verriss oder Begeisterung in der Bestseller-Challenge? Einigkeit oder Debatte über die mitgebrachten Neuerscheinungen? Natürlich ist auch wieder das Publikum gefragt – beim exklusiven Warm Up\, im Quiz (es gibt etwas zu gewinnen!) und manchmal auch zwischendurch. Die Podcast-Hosts Katharina Mahrenholtz und Daniel Kaiser liefern eine kurzweilige Bühnen-Show rund ums Lesen und mit vielen Buchtipps. \nSchon vor der Veranstaltung gibt es die Gelegenheit\, sich auf der Terrasse bei einem Getränk über Bücher und das Lesen auszutauschen. Ab 17 Uhr könnt ihr dort auch die Hosts Katharina und Daniel treffen\, Fragen stellen und Fotos machen. Den AUSTAUSCH verstehen wir dabei wörtlich: Alle\, die zum Meet&Greet auf die Terrasse kommen\, sollten ein Tauschbuch dabeihaben! Wer zuerst kommt\, darf zuerst tauschen – und dabei ins Gespräch kommen. \nAlle 14 Tage erscheint eine neue Folge von eat.READ.sleep. in der ARD Audiothek\, der kostenlosen Audio App der ARD und überall\, wo es Podcasts gibt. \nFoto: Katharina Mahrenholtz und Daniel Kaiser © NDR/Sinje Hasheider
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SUMMARY:Fundsache Original: Hilde Domin\, Michael Hamburger
DESCRIPTION:Der Briefwechsel 1963–68\nLesungen\, Materialien und Gespräch\nmit Marion Poschmann und Till Greite\nModeration: Matthias Weichelt \nFür Michael Hamburger musste jedes Gedicht geschrieben werden\, als sei es das letzte. Diese existentielle Auffassung von Poesie prägt auch den Briefwechsel mit Hilde Domin. Beide haben die Erfahrung des Exils gemacht\, daraus aber unterschiedliche Schlüsse gezogen. Während die Muttersprache für Domin das „Unverlierbare“\, das „unabnehmbare Zuhause“ bleibt\, kann Hamburger seinem Deutsch „nicht mehr trauen“\, bewegt sich darin wie einer\, der „auf Krücken“ geht. In der in SINN UND FORM 2/2026 erstmals veröffentlichten Korrespondenz geht es um das ›carrying over‹ zwischen den Sprachen und das Übersetzen als kompensatorische Strategie\, das Ausgestoßensein der Exilierten und die Wiederbegegnung mit einem Land\, das längst ein anderes geworden ist. \nÜber diesen intensiven lyrischen Austausch und die Suche nach der labilen Wahrheit des Gedichts spricht Matthias Weichelt\, Chefredakteur von SINN UND FORM\, mit dem Literaturwissenschaftler und Herausgeber des Briefwechsels Till Greite (University of London) und der Autorin Marion Poschmann\, von der zuletzt 2025 die ›Verslegende‹ »Die Winterschwimmerin« (Suhrkamp\, 2025) erschien. \nIn Zusammenarbeit mit SINN UND FORM. \nFoto: Hilde Domin\, Mai 98 © Renate von Mangoldt
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SUMMARY:Studio LCB: Judith Schalansky
DESCRIPTION:Marmor\, Quecksilber\, Nebel\nGesprächspartner∙innen: Nico Bleutge und Nadja Küchenmeister\nModeration: Tobias Lehmkuhl \n»Marmor\, Quecksilber\, Nebel« heißt das neue Buch von Judith Schalansky. In ihrem in diesen Tagen bei Suhrkamp erscheinenden erzählerischen Essay wendet sie sich den Aggregatzuständen zu\, in denen uns die Welt begegnet: fest\, flüssig oder flüchtig. Ein Marmorblock auf einem Schiff in der Ägäis führt sie dabei vom Pygmalion-Mythos über den Fußboden der Staatsbibliothek zu Berlin bis zur verschollenen Plastik eines Schweins\, eine Reise nach Mexiko von der Arche Noah zu vergifteten Flüssen bis zum ›Lucha-Libre‹-Kampf zwischen Diablo Azteca\, El Santo und Psicosis. \nWie der Essay Geschichte und Gegenwart\, Mythos und Realität miteinander in Verbindung bringt und poetologische Funken schlägt\, darüber diskutieren mit der Autorin der Kritiker Nico Bleutge und die Dichterin Nadja Küchenmeister. \nIn Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. \nSendetermine:\n25. April 2026\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\,\n26. April 2026\, 0.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur. \nFoto: Judith Schalansky © Jürgen Bauer/Suhrkamp
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SUMMARY:Hausgäste im April 2026
DESCRIPTION:Stanislaw Assejew\, Patricia Jozef\, Melanie Lüdtke und Ishbel Szatrawska in Lesung und Gespräch \nUnsere Hausgäste-Abende bringen oft sehr unterschiedliche Autor·innen auf die Bühne\, woraus sich jedes Mal eine eigene Spannung herausbildet. Bei unseren Gästen im April trifft das auf besondere Weise zu: \nDer ukrainische Schriftsteller Stanislaw Assejew hat der Lagerliteratur mit seinem Bericht »Heller Weg\, Donezk« (Suhrkamp\, 2023\, aus dem Russischen von Anselm Bühling\, Henriette Reisner und Volker Weichsel) ein erschütternd gegenwärtiges Beispiel aus dem russisch besetzten Donbaz hinzugefügt. \nIshbel Szatrawska erzählt in »Die Tiefe« (Voland & Quist\, 2025\, aus dem Polnischen von Andreas Volk) die Geschichte einer Familie in Ostpreußen\, einer Region\, wo sich seit Jahrhunderten polnische\, masurische\, deutsche und litauische Identitäten miteinander verflechten. \nErstmals in deutscher Übersetzung wird die flämische Autorin Patricia Jozef präsentiert – in »Gentlemen« (Arche\, 2026\, aus dem Niederländischen von Dania Schüürmann) geht es um weibliches Begehren und um das\, was passiert\, wenn sich traditionelle Rollen und Erwartungen umkehren. \nEine Spielart des graphischen Erzählens lernen wir bei Melanie Lüdtke kennen\, die mit ihrer autofiktionalen Graphic Novel »Hackenporsche« (Schwarzer Turm\, 2025) von sich reden macht. In ihrem neuen Projekt beschäftigt sie sich mit Grenzgängen nach Osteuropa. \nDie Kurzlesungen und Gespräche werden teilweise in englischer Sprache geführt. \nFoto: Stanislaw Assejew © privat
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SUMMARY:A. L. Kennedy: Alle freuen sich
DESCRIPTION:Die Autorin und ihr Übersetzer Ingo Herzke\nLesepassagen: Elna Lindgens \n»Alle freuen sich« heißt das neue\, im Geparden Verlag erschienene Buch von A. L. Kennedy\, und wir tun es auch\, denn die schottische Autorin wird uns an diesem Abend einen Besuch abstatten. In dreizehn Geschichten begegnen wir dem typischen Personal aus dem Erzählkosmos A. L. Kennedys: eine frisch verheiratete Frau\, die unsicher ist\, ob sie nicht doch einen Fehler gemacht hat; eine Protagonistin\, die sich nach dem Verlust von Mann\, Tochter und Mutter in einem neuen Leben einrichten muss; eine Panik-Attacke mitten in einem Londoner Bahnhof. \nA. L. Kennedy mutet ihren Figuren einiges zu\, geht mit Empathie und Humor ans Werk\, mischt Komik und Sarkasmus auf die ihr eigene Weise. \nGelesen wird aus dem Original und der Übersetzung; das Gespräch mit dem Übersetzer Ingo Herzke findet in englischer Sprache statt. \nFoto: A. L. Kennedy © Miklos Klaus Rozsa
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SUMMARY:Das Glück der kurzen Form
DESCRIPTION:Annette Pehnt\, Elise Schmit und Julia Wolf im Gespräch mit Thorsten Dönges \nLiterarische Formate jenseits des Romans haben es auf dem deutschsprachigen Buchmarkt nicht leicht. Autor∙innen schreiben und Leser∙innen lieben sie dennoch. Warum ist das so und was reizt Schreibende an kurzen Formen? \nAnnette Pehnts Band »Einen Vulkan besteigen« (Piper\, 2025) versammelt minimale Geschichten\, die sich zuweilen der lyrischen Form nähern. Es sind scheinbar einfache Texte über das\, was uns mal ganz simpel\, dann wieder sehr schwierig erscheint: die Einsamkeit\, die Liebe\, der Tod. \nBei Luchterhand veröffentlicht die luxemburgische Schriftstellerin Elise Schmit im Band »Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf« (2026) neun Stories über schillernde Augenblicke des Umbruchs\, in denen das Alte sich auflöst\, das Neue aber noch nicht ganz da ist. \nUnd auch in Julia Wolfs so einfallsreichen wie abgründigen Stories im Band »Du\, hier« (dtv\, 2026) geht es um Figuren\, die vorgeprägte Wege verlassen und neue Formen von Wut und Lust entdecken. \nFoto: Elise Schmit © Veronique Kolber
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SUMMARY:Debüts der Saison
DESCRIPTION:Alisha Gamisch\, Clara Leinemann und Son Lewandowski mit ihren Romandebüts zu Gast im LCB\nGesprächspartner∙innen: Yael Inokai und Thorsten Dönges \nWir feiern heute Abend drei soeben veröffentlichte Debütromane\, an denen in der Autor∙innenwerkstatt Prosa 2023 des LCB gearbeitet wurde. \nAlisha Gamisch folgt in »Parasiti« (Voland & Quist) mit großer Erzählwucht den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen vom Novosibirsk der 1960er Jahre bis ins Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart. \nIn »Gelbe Monster« (Suhrkamp) schreibt Clara Leinemann mit erstaunlicher Leichtigkeit über eine Protagonistin\, die es mit Hilfe anderer Frauen schafft\, eine gewaltvoll gewordene Beziehung zu verlassen. \nUnd Son Lewandowski ermöglicht uns in »Die Routinen« (Klett-Cotta) mit künstlerischem Wagemut Einblicke in das Leben einer Leistungsturnerin. Das Buch seziert eine Welt\, von der jeder ahnt\, dass sie hart ist\, aber bei der niemand sieht oder sehen will\, wie ausbeutend ein System ist\, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt. \nFoto: Alisha Gamisch © Suzanne de Carrasco
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SUMMARY:Studio LCB: Tomer Gardi\, Helene Hegemann und Tim Staffel
DESCRIPTION:Leben im globalisierten Großstadtkapitalismus \nModeration: Katharina Teutsch \nDer Geist Berlins verändert sich: U. a. Häuserspekulation und hohe Mieten führen zu sozialen Spannungen\, von denen die drei im LCB vorgestellten Gegenwartsromane handeln. \nIm März 2026 erscheint der neue Roman von Tomer Gardi: »Liefern« (Tropen) lässt sechs Romanfiguren in einem globalen Arbeitsweltepos aufeinandertreffen. Gardi führt uns von Eritrea nach Tel Aviv\, weiter nach Berlin\, Delhi\, Istanbul und Buenos Aires in die Netzwerke der modernen Lieferservices. \nDem Berliner Leben abgeschaut ist auch der Roman »Südstern« (Kanon\, 2023) von Tim Staffel\, der in Kreuzberg spielt und den Polizisten Deniz auf die Drogendealerin Vanessa treffen lässt. \nGemeinsam erleben die beiden sämtliche Härten und auch Schönheiten dieser Stadt. Helene Hegemann wird ihren 2025 erschienenen Roman »Striker« (Kiepenheuer & Witsch) vorstellen\, der von einer jungen Kampfsportlerin handelt\, die sich die Frage stellen muss\, was es eigentlich zu verteidigen gilt im eigenen Leben und in einer Stadt\, die immer mehr Menschen voneinander trennt als sie miteinander zu verbinden. \nIn Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. \nSendetermine:\nSamstag\, 28. März 2026\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\,\n29. März 2026\, 0.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur.
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SUMMARY:Schreiben für die Katz – Robert Walsers Feuilletons
DESCRIPTION:Lukas Bärfuss\, Susan Bernofsky\, Ayşe Polat \nGespräch und Kurzlesungen\nModeration: Reto Sorg\nGrußwort: Livia Leu\, Botschafterin der Schweiz \nDer Schweizer Autor Lukas Bärfuss\, die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Susan Bernofsky sowie die kurdisch-deutsche Filmemacherin Ayşe Polat stellen Robert Walsers Feuilleton-Texte vor – gemeinsam mit Reto Sorg\, Leiter des Robert Walser-Zentrums in Bern. Anlass ist das Erscheinen von Walsers gesammelten Feuilleton-Texten in der »Berner Ausgabe« (Suhrkamp). Jahrzehntelang widmete Walser sich dem »Schreiben für die Katz« und verfasste mit „denkbar aufrichtigstem Vergnügen“ Beiträge für Blätter aller Art\, von Bern bis Berlin\, von Prag bis Wien. \nSusan Bernofsky von der Columbia University\, Walsers Übersetzerin und Biografin (»Hellseher im Kleinen: Das Leben Robert Walsers«\, Suhrkamp\, 2025)\, bezeichnet ihn als einen der ersten Blogger der Moderne. \nFür Lukas Bärfuss\, Büchner-Preisträger\, von dem im Mai 2026 »Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über meine Mutter« (Rowohlt) erscheint\, ist er ein Lehrmeister\, was die Achtsamkeit gegenüber dem Gewöhnlichen und Alltäglichen angeht. \nAyşe Polat\, ausgezeichnet u. a. mit dem Deutschen Filmpreis (Beste Regie und Bestes Drehbuch für »Im toten Winkel«)\, arbeitet an einer Romanverfilmung von Robert Walsers »Der Gehülfe«\, u. a. mit Devrim Lingnau. \nIm Anschluss: Empfang der Schweizerischen Botschaft\, mit Schweizer Wein und Käse. \nIn Zusammenarbeit mit dem Robert Walser-Zentrum Bern.
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SUMMARY:Preis der Leipziger Buchmesse: Sachbuch/Essayistik
DESCRIPTION:Die Nominierten der Kategorie Sachbuch/Essayistik Marie-Janine Calic\, Ines Geipel und Jan Jekal in Lesung und Gespräch\nModeration: Maike Albath und Christian Rabhansl \nDas Besondere am Preis der Leipziger Buchmesse ist\, dass er in drei Kategorien vergeben wird; neben Übersetzer∙innen werden nicht nur Belletristik-\, sondern auch Sachbuch-Autor∙innen ausgezeichnet. Fünf Bücher haben die Jury rund um Katrin Schumacher besonders überzeugt; ihre Autor∙innen kommen an diesem Abend zu uns ins LCB\, um sich mit Maike Albath und Christian Rabhansl (Deutschlandfunk Kultur) über ihre Stoffe und Themen zu unterhalten: \n∙ Marie-Janine Calic: »Balkan-Odyssee. 1933-1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa«\, C.H. Beck\n∙ Ines Geipel: »Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung«\, S. Fischer\n∙ Jan Jekal: »Paranoia in Hollywood. Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten. 1941–1953«\, Matthes & Seitz Berlin\n∙ Ulli Lust: »Die Frau als Mensch 2: Schamaninnen«\, Reprodukt\n∙ Manfred Pfister: »Englische Renaissance«\, Galiani \nUlli Lust und Manfred Pfister können leider nicht vor Ort sein. Ein Gespräch mit Ulli Lust wird eingespielt und Manfred Pfisters Buch wird auf dem Podium vorgestellt. \nIn Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse und Deutschlandfunk Kultur. \nSendetermin: 14. März 2026\, 11.05 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur. Anschließend in der DLF-Mediathek verfügbar.
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SUMMARY:Das Werk: Joachim Sartorius
DESCRIPTION:Die besseren Nächte \nGesprächspartner: Tom Schulz \nGemeinsam mit dem Dichterkollegen Tom Schulz begibt sich Joachim Sartorius\, der im März 2026 seinen achtzigsten Geburtstag feiern wird\, auf einen spielerischen Gang durch die eigenen Werke. \nNeun Gedichtbände stehen – verteilt zwischen den vielen herausgegebenen und übersetzerischen Werken – bereits im Bücherregal\, ein zehnter kommt nun hinzu\, »Die besseren Nächte« (Kiepenheuer & Witsch\, 2026). Zu Beginn des Bandes nimmt der Dichter die Gegenstände seines Arbeitszimmers in den Blick. \nVogelflügel lösen sich von Schautafeln\, eine Eidechse zuckt unter ihrem bronzenen Panzer\, in einem Karton warten die ausrangierten Fotos eines Lebens. Joachim Sartorius führt uns in Schattenhäuser und zu mythischen Stätten\, sichtet Artemis auf der Piazza\, befragt die Pythia im Späti und zeigt uns jene Orte\, die in seiner Lyrik schon länger einen zentralen Platz einnehmen\, Sizilien\, Tunis\, Tanger\, die Levante. Doch im Anblick der antiken Ruinen ziehen die Gedanken immer wieder zu den gegenwärtigen Versehrungen des Krieges. Die vier Gedichte\, die sie umkreisen\, stehen im Zentrum des Buches.
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SUMMARY:Preis der Leipziger Buchmesse: Belletristik
DESCRIPTION:Die Nominierten der Kategorie BelletristikHelene Bukowski\, Norbert Gstrein\, Anja Kampmann\, Katerina Poladjan und Elli Unruh in Lesung und Gespräch\nModeration: Jörg Plath und Carsten Tesch \nWer sind die Favorit∙innen\, die sich Hoffnung auf den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 machen können? An diesem Abend nehmen die Belletristik-Nominierten auf unserer Bühne Platz\, lesen aus ihren Büchern und sprechen darüber mit Jörg Plath (Deutschlandfunk Kultur) und Carsten Tesch (MDR): \n∙ Helene Bukowski: »Wer möchte nicht im Leben bleiben«\, Claassen\n∙ Norbert Gstrein: »Im ersten Licht«\, Hanser\n∙ Anja Kampmann: »Die Wut ist ein heller Stern«\, Hanser\n∙ Katerina Poladjan: »Goldstrand«\, S. Fischer\n∙ Elli Unruh: »Fische im Trüben«\, TRANSIT \nIn Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse\, Deutschlandfunk Kultur und dem MDR. \nSendetermine: 15. März 2026\, 22.03 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur 11. und 14. März 2026\, 18 Uhr\, MDR. Danach in der ARD-Audiothek und der DLF-Mediathek verfügbar.
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SUMMARY:Preis der Leipziger Buchmesse: Übersetzung
DESCRIPTION:Die Nominierten der Kategorie Übersetzung Ulrich Faure\, Tina Flecken\, Manfred Gmeiner\, Timea Tankó und Petra Zickmann (eingespielt) in Lesung und Gespräch \nModeration: Kolja Mensing und Jörg Plath \nAus weit über 400 eingesandten Titeln kürt die Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse unter Vorsitz von Katrin Schumacher eine Shortlist. Am 19. März 2026 fallen die Entscheidungen in der Glashalle auf dem Leipziger Messegelände. Zuvor werden die Nominierten der drei Kategorien ins LCB eingeladen\, um sich dem Berliner Publikum zu präsentieren. An diesem Abend gibt es die Gelegenheit\, die nominierten Übersetzer∙innen zu erleben und zu feiern – Kolja Mensing und Jörg Plath von Deutschlandfunk Kultur stellen die Kandidat·innen und ihre Bücher vor: \n∙ Ulrich Faure mit Anjet Daanjes »Das Lied von Storch und Dromedar« (Friedenauer Presse)\, aus dem Niederländischen\n∙ Tina Flecken mit Auður Ava Ólafsdóttirs »Eden« (Insel)\, aus dem Isländischen\n∙ Manfred Gmeiner mit Gustavo Faverón Patriaus »Unten leben« (Literaturverlag Droschl)\, aus dem Spanischen\n∙ Timea Tankó mit András Viskys »Die Aussiedlung« (Suhrkamp)\, aus dem Ungarischen\n∙ Petra Zickmann (eingespielt) mit Irene Solàs »Ich gab dir Augen\, und du blicktest in die Finsternis« (S. Fischer)\, aus dem Katalanischen \nIn Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse und Deutschlandfunk Kultur. \nSendetermin: 8. März 2026\, 22.03 Uhr\, Deutschlandfunk Kultur. Anschließend in der DLF-Mediathek verfügbar.
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SUMMARY:Wider die Auslöschung: Literatur aus Gaza
DESCRIPTION:Foto: Asmaa Azaizeh © privat \nAsmaa Azaizeh\, Alaa Alqaisi und Ahmed Saleh im Gespräch mit Maha El Hissy\nKuration: Abdalrahman Alqalaq\nMusikalische Intervention: Cham Saloum\nAußer Haus: ACUD Studio\, Veteranenstraße 21\, 10119 Berlin \nDas Goethe-Institut im Exil schafft Raum für eine fortlaufende Auseinandersetzung mit Exilgeschichten aus der palästinensischen Diaspora. Prägende wie neue Stimmen aus Gaza\, die von Vertreibung\, Gewalt und dem Ringen um Sichtbarkeit erzählen\, treten dabei in Austausch mit der Berliner Kulturszene sowie mit lokalen Diskursen und kulturellen Räumen. Ziel ist es\, diese Perspektiven langfristig zu stärken und ihnen verlässliche Resonanzräume zu eröffnen – damit palästinensische Stimmen als kontinuierlicher Teil der kulturellen Gegenwart sichtbar werden. \nDie Literaturwissenschaftlerin Maha El Hissy spricht an diesem Abend mit dem in Brüssel lebenden Schriftsteller Ahmed Saleh\, der aus London angereisten Autorin Asmaa Azaizeh\, die 2012 zur ersten Direktorin des Mahmoud-Darwish-Museums in Ramallah ernannt wurde\, und mit der als Gastautorin im LCB weilenden Alaa Alqaisi. \nEine Veranstaltung des Goethe-Instituts im Exil in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin.
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SUMMARY:Buchpremiere: Kristof Magnusson
DESCRIPTION:Foto: Kristof Magnusson © Smilla Dankert \nDie Reise ans Ende der Geschichte\nDer Autor im Gespräch mit Thorsten Dönges \nDie Sehnsucht nach dem ganz großen Abenteuer: Die meisten von uns haben diese freudige Aufregung wohl schon einmal verspürt. Genau dieses Gefühl transportiert Kristof Magnussons höchst witziger und abgründiger Spionageroman »Die Reise ans Ende der Geschichte« (Klett-Cotta\, 2026). Im Zentrum steht ein eher biederer Geheimdienstmitarbeiter\, der einen international gefeierten Dichter in seine letzte große Agentenmission verwickelt. \nDer Bühnenautor\, Übersetzer und Romancier Kristof Magnusson wird an diesem Abend erstmals aus seinem rasanten Roman lesen und uns in eine Zeit des historischen Umbruchs entführen.
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SUMMARY:Studio LCB: Thomas Hettche
DESCRIPTION:Foto: Thomas Hettche © Joachim Gern \nLiebe\nGesprächspartner∙innen: Katharina Schultens und Philipp Theisohn\nModeration: Maike Albath \nWas hat Liebe mit dem Sehvermögen zu tun? Offenkundig einiges\, das jedenfalls legt der neue Roman von Thomas Hettche nahe. Sein Held Max ist Okularist\, fertigt also künstliche Augen an und erlebt einen Gefühlssturm\, mit dem er so spät im Leben nicht mehr gerechnet hätte. Mit Anna\, die ihrerseits gebunden ist\, entspinnt sich ein kompliziertes Beziehungsgewebe. Nach seiner poetischen Inbesitznahme der Augsburger Puppenkiste in »Herzfaden« (2020) und der novellenartig zugespitzten Geschichte über eine von Naturkatastrophen gezeichnete Bergwelt in »Sinkende Sterne« (2023) wendet sich Thomas Hettche in seinem neuen Roman »Liebe« (2026\, alle bei Kiepenheuer & Witsch) jetzt einem Thema zu\, das seit der Antike in der Literatur verhandelt wird. \nIm Studio LCB diskutiert Thomas Hettche mit der Schriftstellerin Katharina Schultens und dem Literaturwissenschaftler Philipp Theisohn über das Wagnis\, große Gefühle zum Gegenstand von Literatur zu machen. \nIn Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. \nSendetermine:\n28. Februar 2026\, 20.05 Uhr\, Deutschlandfunk\,\n1. März 2026\, 0.05\, Deutschlandfunk Kultur.
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SUMMARY:Hausgäste im Februar 2026
DESCRIPTION:Foto: Alaa Alqaisi © privat \nAlaa Alqaisi\, Wiebke Bolduan\, Nona Fernández\, Iida Rauma und Matias Riikonen in Lesung und Gespräch \nAuf den Zusammenklang der literarischen Stimmen unserer ersten Hausgäste des Jahres 2026 sind wir gespannt: \nAlaa Alqaisi stammt aus Gaza und ist derzeit Doktorandin am Trinity College Dublin. In ihrer literarischen wie wissenschaftlichen Arbeit – u. a. erschienen in ArabLit\, ArabLit Quarterly und Encounters in Translation – beschäftigt sie sich mit Fragen der Übersetzung als Praxis\, aber auch mit Widerstand und Überleben. Sie verbringt mehrere Wochen als Stipendiatin des Goethe-Instituts im LCB. \nDie chilenische Militärdiktatur und ihr Nachwirken in der Gegenwart steht im Zentrum der Romane (zuletzt: »Twilight Zone«\, Culture Books) von Nona Fernández. Ihre Übersetzerin Friederike von Criegern wird die Autorin vorstellen. \nIida Rauma und Matias Riikonen\, zwei junge finnische Autor·innen\, kommen zu einer Schreibklausur ins LCB und berichten darüber. \n„I’m Wiebke\, a freelance illustrator and comic artist from Hamburg\, Germany” heißt es auf der Website von Wiebke Bolduan – and we are looking forward to presenting some of Wiebke’s work and all the others tonight! \nDie Kurzlesungen und Gespräche werden teilweise in englischer Sprache geführt.
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SUMMARY:Das Deutsche Demokratische Reich
DESCRIPTION:Foto: Volker Weiß © Maximilian Gödecke \nBuchvorstellung und Diskussion mit Volker Weiß und Klaus Lederer \nVor einem Jahr machte Alice Weidel Schlagzeilen mit der Umdeutung Hitlers zum Kommunisten\, nahezu zeitgleich erschien Volker Weiß’ Buch »Das Deutsche Demokratische Reich« (Klett-Cotta\, 2025). Der Historiker und Publizist untersucht darin\, wie Akteure der extremen Rechten sich historische Narrative und politische Symbole aneignen und gezielt umdeuten – ein Muster\, das sich weltweit bei rechten Bewegungen beobachten lasse. Der ehemalige Berliner Kultursenator Klaus Lederer erkennt solche Strategien auch im parlamentarischen Alltag. Gemeinsam diskutieren Weiß und Lederer über Kulturkämpfe und die Geschichtspolitik der extremen Rechten sowie über die Frage\, wie eine demokratische Öffentlichkeit auf solche Bedeutungsverschiebungen reagieren kann.
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SUMMARY:Danksagen: Schwindel
DESCRIPTION:Foto: Hengameh Yaghoobifarah © Lior Neumeister \nText als Beziehung\nMit Hengameh Yaghoobifarah\, Fatma Aydemir\, Enrico Ippolito\, Bär Kittelmann und Neda Sanai \nUnser Projekt ›Danksagen. Text als Beziehung‹ geht in die dritte und letzte Runde. Das Prinzip ist einfach und wirkungsvoll: Diejenigen\, die im Hintergrund an der Entwicklung eines Buches beteiligt sind\, werden auf die Bühne geholt und stellen gemeinsam mit dem∙der Autor∙in ein individuelles Programm zusammen. \nNach zwei anregenden Abenden mit Paula Fürstenberg und Sharon Dodua Otoo kommt heute Hengameh Yaghoobifarah mit Gästen zum Projekt-Finale ins LCB. Yaghoobifarahs Debütroman »Ministerium der Träume« (Blumenbar\, 2021) sorgte für großes Aufsehen; zwei Jahre später folgte der taz-Kolumnen-Band »Habibitus«. Heute Abend aber wird es darum gehen\, in welche Beziehungsgeflechte Yaghoobifarahs zweiter Roman »Schwindel« (Blumenbar\, 2024) hineingeschrieben wurde.
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SUMMARY:Stimmen hören\, Stimmen schreiben
DESCRIPTION:Foto: Miriam Mandelkow © Tobias Bohm \nAbschlussveranstaltung zur August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur mit Miriam Mandelkow und Studierenden der Freien Universität Berlin \n„Wer mit einer fremden Zunge spricht\, ist ein Ornithologe und ein Vogel in einer Person“\, schrieb Yoko Tawada in ihrer Poetikvorlesung »Stimme eines Vogels oder das Problem der Fremdheit«. Dieser Satz begleitete die Gruppe Studierender\, die ein Semester lang mit Gastprofessorin Miriam Mandelkow über das Übersetzen literarischer Mündlichkeit nachdachte und eine Vielzahl unterschiedlicher Stimmen ins Deutsche übersetzte. In der Abschlussveranstaltung wird die Diskussion fortgesetzt: über das eigene Fremde\, willkommene Unübersetzbarkeiten und die Frage\, was passiert\, wenn wir zugleich fliegen und unseren eigenen Flug beobachten. \n„Wenn man Glück hat\, sieht man den Schatten eines wegfliegenden Wesens.“ (Tawada)
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SUMMARY:Souvenirs von Charkiw bis Lwiw
DESCRIPTION:Mit Natalka Sniadanko\, Claudia Dathe\, Yuriy Gurzhy\, Tetyana Pylypchuk und Serhij Zhadan (tbc) \nÜber mehr als zwei Jahre veranstaltete das Netzwerk der Literaturhäuser die Reihe ›Souvenir – Literaturen und Andenken aus Mittel- und Osteuropa‹. Autor·innen brachten ein Begleitstück ihres Schreibens mit\, eine materialisierte Erinnerung\, die in Verbindung steht zu ihren Texten und ihrer Herkunftsgeschichte. Jedes Souvenir wurde kommentiert und von Ekaterina Zershchikova fotografisch in Szene gesetzt. Eine Auswahl ihrer Bilder zeigen wir bis Mai 2026 im LCB. Zur Ausstellungseröffnung am heutigen Abend legen wir das Augenmerk auf Beiträge aus der Ukraine\, wo bedingt durch den Krieg für viele die Erinnerungsstücke eine besondere Rolle spielen. \nÜber gegenständliche und literarische Suchbewegungen sprechen Natalka Sniadanko aus Lwiw und Claudia Dathe per Liveschalte mit Serhij Zhadan und Tetyana Pylypchuk\, der Direktorin des Literaturmuseums Charkiw. \nMusikalisch abgerundet wird dieser Brückenschlag von Yuriy Gurzhy aus Charkiw\, der in Berlin heimisch geworden ist. \nUnd wir würdigen an diesem Abend die Arbeit der literarischen Übersetzer·innen aus dem Ukrainischen. Schon 2024 versammelten wir im Rahmen des EU-geförderten Archipelagos-Projekts das bisher größte internationale Treffen der aus dem Ukrainischen Übersetzenden. In diesem Kontext werden 2026 zusätzliche Residenzstipendien im LCB geschaffen. Die deutschsprachigen Kolleg·innen haben sich vor 15 Jahren im Verein translit e.V. zusammengeschlossen und bilden seither das unverzichtbare Verbindungsglied zur ukrainischen Literaturszene – ein Grund zum Feiern! 
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SUMMARY:Buchpremiere: Sophia Merwald
DESCRIPTION:Foto: Sophia Merwald © Jakob Kielgaß \nSperrgut\nDie Autorin im Gespräch mit Yevgeniy Breyger \nIm Mai 2025 wurde Sophia Merwald im LCB mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet\, nun erscheint ihr Roman unter dem Titel »Sperrgut« bei park x ullstein. Surreal verspielt und zugleich mit großem Ernst schafft Merwald eine Utopie\, die mit Konventionen bricht\, Alternativen ausleuchtet und uns damit einen neuen Blickwinkel auf Miteinander und Fürsorge eröffnet. \nIn der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift Sprache im technischen Zeitalter finden Sie ein langes Gespräch zwischen der Autorin und dem Literaturkritiker Leander Berger; anlässlich der Buchpremiere spricht der Lyriker\, Herausgeber und Übersetzer Yevgeniy Breyger mit Sophia Merwald.
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