Stolpersteinverlegung für Alice Bergel und Edith Indig
Stolpersteinverlegung für Alice Bergel und Edith Indig die ins Exil nach England und die USA gelangen konnten.
Vor dem Haus liegt bereits ein Stein für die Mutter Else Berger, und nun gibt es zwei weitere Steine für die Töchter.
Karin Weissberger-Schneemann
Stolperstein-Koordinierungsstelle im Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf
Rückblick auf die erste Stolersteinverlegung in Wannsee
Der Stein für Else Berger, die als Jüdin in Auschwitz ermordet wurde, war einer der ersten sechs Steine, die von Gunter Demnig hier in Wannsee verlegt wurden.
Von Wolfgang Immenhausen angeregt, nach jüdischen Nachbarn zu suchen, die Opfer des Holocaust wurden, recherchierte ich im „Haus der Wannseekonferenz“. Davon hörte unser Pfarrer Raddatz (jetzt Superintendent im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg) und erklärte, dass die Evangelische Kirchengemeinde Wannsee und unser „Verein für Kultur und Geschichte in Wannsee“ gemeinsam spenden und eine Gedenkveranstaltung durchführen sollten.
Zu dieser Veranstaltung am 15. September 2007 schickte mir Peter Bergel, der Sohn der bereits verstorbenen Tochter Alice Bergel, ein beeindruckendes Grußwort, das ich in der Kirche am Stölpchensee vortragen konnte.
Die Töchter von Else Berger, Dr. Alice Bergel und Dr. Edith Indig, haben durch die Flucht ihr Leben retten können, aber sie haben in der Zeit des Nationalsozialismus sehr gelitten und ihre Familie, ihre Heimat, ihr Zuhause, ihre Sprache, ihre Kontakte verloren und das nur, weil sie „jüdisch“ waren.
Ich würde mich freuen, wenn viele es möglich machen könnten, am 11. Juni um 11 Uhr zum Stölpchenweg 7 zu kommen.
Hannelore Bolte

