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SCHUBERTIADE Wannsee | Liederzyklus Winterreise

6. Juni: 19:00 - 22:00

Am 5. und 6. Juni 2026 möchten wir Sie ganz herzlich einladen zur ersten Schubertiade der Mutter Fourage Kulturstiftung gGmbH.

In Anlehnung an die Schubertiaden Anfang des 19. Jahrhunderts möchten wir einen Ort schaffen für künstlerischen Austausch, sinnlichen Genuss und wundervolle Momente tiefer Emotionen. Die Musik von Franz Schubert, welcher solch ein tragisches und kurzes Leben hatte, geht wie kaum eine andere ganz tief ins Herz.

Am ersten Abend hören Sie die letzten drei Klavier-Sonaten in C-Moll, A-Dur und B-Dur, gespielt vom Pianisten Daniel Seng. Kurz vor seinem Tod komponiert, bilden sie den musikalischen Gipfel in Schuberts Klavierliteratur.

Im zweiten Konzert hören Sie den berühmten Liederzyklus „Winterreise“, gesungen vom Bass-Bariton Insoo Hwoang. Dieser Zyklus von 24 Liedern ist geprägt von Liebeskummer, Schmerz, verlorener Hoffnung und Todessehnsucht. Er ist ein emotionaler Höhepunkt in Schuberts kompositorischem Schaffen. Matthias Blume wird die Texte von Wilhelm Müller dazu rezitieren. Am Klavier spielt Daniel Seng.

Die Musik von Franz Schubert berührt in einer Weise, die weit über das bloße Hören hinausgeht. In seinen späten Werken entfaltet sich eine Klangwelt von seltener Intensität – still, weit, und doch von tiefster innerer Bewegung durchzogen. Es ist eine Musik, die nicht nach außen drängt, sondern nach innen führt: in Räume der Erinnerung, der Sehnsucht und der existenziellen Fragilität.

Hier begegnen sich Licht und Schatten in unmittelbarer Nähe. Zarte, fast entrückte Melodien stehen neben Momenten innerer Erschütterung, als würde sich das Seelische selbst im Klang offenbaren. Die Zeit scheint gedehnt, der Atem der Musik wird spürbar – und in dieser Weite entsteht eine besondere Form der Nähe: leise, eindringlich und unausweichlich.

Schuberts Kompositionen erzählen nicht von äußeren Ereignissen, sondern von Zuständen. Sie führen durch Einsamkeit und Hoffnung, durch Erinnerung und Verlust – bis an jene Grenze, an der Worte verstummen und nur noch der Klang bleibt. In dieser Reduktion liegt eine große Klarheit: eine stille Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, getragen von einer Schönheit, die ebenso tröstlich wie schmerzhaft ist.

So entsteht eine Musik, die nicht nur gehört, sondern empfunden wird – als ein Moment tiefer Gegenwärtigkeit, der nachklingt.

In den musikalischen Pausen bietet das Hofcafé exklusive Köstlichkeiten an.

Die Konzerte beginnen jeweils 19 Uhr
Eintritt je Konzert 20€/25€
Kombiticket 35€/45€

Insoo Hwoang • Bass-Bariton
 

Daniel Seng • Pianist

Programm:
5. Juni | 19 Uhr 
Schuberts letzte Sonaten:
D 958 in c-Moll
-Pause-
D 958 in A-Dur
-Pause-
D 960 in B-Dur

(Klavier: Daniel Seng)

6. Juni | 19 Uhr
Schuberts Liederzyklus Winterreise D 911
(Gesang: Insoo Hwoang, Klavier: Daniel Seng, Lesung, Matthias Blume)

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